01. Februar 2018

Kulturausschuss: Mehrheit für freien Eintritt für Kinder in städtischen Museen sowie Literaturförderkonzept

Foto: Rainer Sturm / pixelio.de

Am Dienstag wurde im Ausschuss für Kultur und Tourismus federführend über zwei Anträge beraten, an deren Erarbeitung DIE LINKE beteiligt war.


A0386/17 "Freier Eintritt für Kinder, Jugendliche und Familien in den Städtischen Museen Dresdens":

In den Landesmuseen innerhalb der Stadt Dresden ist der Eintritt für Kinder und Jugendliche bis einschließlich des 16. Lebensjahres sowie für InhaberInnen des Familienpasses des Freistaates Sachsen bereits seit mehreren Jahren kostenlos. Dies soll nun auch für die Städtische Museumslandschaft nachgeholt werden. Damit die Finanzplanung der einzelnen Museen durch die Neufassung der Eintrittspreise nicht gefährdet wird, soll der Oberbürgermeister zuvor die Einnahmeverluste, die durch diesen Eintrittsverzicht entstehen würden, beziffern und Möglichkeiten aufzeigen, wie diese kompensiert werden können. Mit den Stimmen von Rot-Grün-Rot und ohne Gegenstimmen empfahl der Ausschuss dem Stadtrat Zustimmung zum Antrag.

Dazu erklärt die LINKE-Stadträtin Anja Apel:

"Als Lehrerin weiß ich, dass viele Schulen an Projekttagen Landesmuseen besuchen, weil sie dort freien Eintritt haben. Es wäre sowohl für die Dresdner Schulklassen als auch für die Museen der Stadt wertvoll, wenn dies auch für städtische Museen gilt. Wir haben von den städtischen Museen bereits Signale bekommen, dass sie den Vorschlag grundsätzlich positiv sehen. Auch das Verkehrsmuseum möchte gern einbezogen werden, dem kommen wir auch gern nach."

A0387/17 "Literatur fördern":

Mit dem vorliegenden Antrag soll die Verwaltung beauftragt werden, ein Konzept zur Literaturvermittlung und Literaturförderung für Dresden zu entwickeln, in welchem die kulturelle Situation im Bereich Literatur bzgl. Bestand und Ressourcen analysiert wird und bestimmt wird, wie die großen Institutionen der Literatur gestärkt sowie weitere Literaturakteur*innen gefördert werden können.
Der Ausschuss empfahl mit 13 Stimmen bei nur einer Gegenstimme dem Stadtrat Zustimmung zum Antrag.

Dazu erklärt LINKE-Stadträtin Cornelia Eichner:

"Dresden hat vieles zu bieten, auch kulturell, auch in der Sparte Literatur. Schließlich ist Literatur eine kulturelle Ressource, die genutzt werden kann, um Dresden als Kulturstadt zu fördern und Reflexions- und Kommunikationsprozesse anzuregen. Es gibt in Dresden zahlreiche Autor*innen Verlage, Institutionen und Veranstaltungen in unterschiedlichsten Genres. In Gesprächen mit vielen Literaturaktiven hat sich gezeigt: Man kann und sollte das, was vorhanden ist, stärken. Eine Stadt, die Kulturhauptstadt werden möchte, ist gut beraten, alle Kultursparten zu unterstützen."

Kategorien: Apel, Pressemitteilung, Eichner

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