09. Februar 2018

Endlich: Gesundheitskarte für AsylbewerberInnen wird bald in Dresden eingeführt

Nach der langen Phase des Prüfens der Gesundheitskarte durch Verwaltung, Krankenversicherung, Ärzteschaft, die Kassenärztliche Vereinigung und durch die Landesdirektion Dresden wird es nun bald in Dresden die Einführung einer elektronischen Gesundheitskarte für AsylbewerberInnen geben. Darauf verständigten sich am Donnerstag die Dresdner Sozialbürgermeisterin Kris Kaufmann mit Vertretern der Krankenkassen.
Dresden wird damit die erste Kommune in Sachsen sein, die diese Gesundheitskarte einführt. Bisher müssen AsylbewerberInnen erst beim Sozialamt einen Behandlungsschein beantragen, um sich daraufhin ärztlich behandeln lassen zu können.

LINKE-Stadträtin Kerstin Wagner, Mitglied im Sozialausschuss, erklärt:

„Was lange währt, wird endlich gut! In den Gesprächen mit den Krankenkassen am Donnerstag sind keine Fragen offen geblieben, das Vorhaben kann nun endlich umgesetzt werden. Erfahrungen mit einer elektronischen Gesundheitskarte für AsylbewerberInnen aus anderen Bundesländern, beispielsweise aus Thüringen, sind durchweg positiv, die befürchteten missbrächlichen Verwendungen der Karte blieben aus.
Mit der Realisierung dieser Chipkarte leisten wir hier in Dresden für AsylbewerberInnen einen wichtigen Beitrag für Normalität und Bürokratieabbau. Nun fällt die umständliche Antragstellung beim Sozialamt weg und AsylbewerberInnen können bei akut notwendigen Behandlungen gleich den Arzt aufsuchen, was andererseits auch die Arbeit des Sozialamtes entlastet. Damit werden wir zudem unserem politischen Anspruch gerecht, dass jeder Mensch das gleiche Recht auf medizinische Versorgung hat.“

Kategorien: Pressemitteilung, Wagner

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